Mein Weg zur Fitness

Mein eigener Weg vom leicht übergewichtigen Büroangestellten zum Fitness begeisterten und durchtrainierten Menschen ging über mein Wasserbett. Das klingt nun etwas skurril, entspricht aber der Tatsache.  Lange schon hatte ich andauernde Rückenbeschwerden, was mich am Anfang lieber zu Schmerztabletten greifen ließ, anstatt etwas für mich zu tun. Meine neue Lebensgefährtin wollte tanzen gehen, joggen und spazieren, im Urlaub wandern, und auch sonst ein sehr aktives Leben führen, was sich dann jedoch auf Dauer nicht mehr mit meinem Rücken vereinbaren ließ. Ihr lieb gemeinter Kommentar über mein Bäuchlein brachte den Stein dann ins Rollen. Ich verordnete mir selbst eine Diät, und siehe da, erste Erfolge zeichneten sich ab.  Wieder war es meine Freundin, die mich auf die Idee brachte, auch an meinem Schlafverhalten etwas zu ändern. Wer besser schläft, ist auch gesünder; unter diesem Motto zogen wir los, um ein Wasserbett zu kaufen. Nach einigen Informationstouren durch die Läden in den benachbarten Städten, bestellten wir im Internet ein duales Wasserbett, denn mittlerweile war auch der Entschluss gefasst, dass wir zusammenziehen wollten. Das Wasserbett wurde geliefert, aufgebaut und angeschlossen; die erste Nacht darin verbracht. Ich gestehe, es dauerte einige Zeit, bis ich mich umgestellt hatte, und das Bett wirklich in vollen Zügen genießen konnte. Ist ja auch kein Wunder, wenn man dreißig Jahre in mehr oder weniger durchgelegenen Betten verbracht hat, muss man sich an den neuen Schlafkomfort erst einmal gewöhnen.  Sehr bald bemerkte ich, dass ich mich wirklich besser fühlte, was meinen Rücken betraf. Die bis dahin verlorenen sieben Kilo und das neue Wasserbett zeigten also erste Wirkung. Nach und nach bestellten wir noch einiges an Wasserbetten Zubehör, und dann dauerte es auch nicht mehr lange, bis ich die fehlenden Rückenschmerzen als Alibi benutzte, mich auch wirklich aus eigener Überzeugung mehr zu bewegen. Ich radelte zur Arbeit, ließ das Auto auch sonst immer öfter stehen. Bald schon wurde das abendliche Jogging zu einem unverzichtbaren Punkt in unserer Tagesplanung. Gemeinsam Sport zu machen, das war doch etwas, an dem man Freude finden konnte. Mein Idealgewicht hatte ich nach kurzer Zeit erreicht, und so traute ich mich auch ins Schwimmbad und ins Fitness Studio. Am Sonntag, den ich als Junggeselle meistens bis Mittag im Bett verbracht hatte, hielt es mich kaum noch im neuen Wasserbett; ich wollte etwas erleben, mich bewegen, aktiv sein. Meine mittlerweile Verlobte war begeistert von meiner psychischen und physischen Veränderung. Wie herrlich es sein kann, einmal fette Pasta zu essen, und ohne schlechtes Gewissen ein Stück Torte zu verspeisen, war mir vorher nie bewusst. Aber die ab und zu verzehrten Kalorien waren kein Thema mehr, wir bewegten uns ausreichend, um hier kein schlechtes Gewissen mehr haben zu müssen. Ich hätte mir das Wasserbett viel eher gekauft, wenn ich gewusst hätte, wie sehr zum positiven sich mein Leben dadurch verändern würde.     

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