Leistung und Gesundheit

Hoher Leistungsdruck kann mittlerweile schon in Schulen zu einer Hauptursache für gesundheitliche Probleme von Kindern und Jugendlichen gezählt werden. Ständige Überlastung und starker Konkurrenzdruck können das Immunsystem schwächen und zu psychischen und psychosomatischen Beschwerden führen, die schlimmstenfalls einen chronischen Entwicklungsverlauf nehmen können.

Der Intelligenzquotient, kurz IQ genannt, hat hierbei keinerlei Bedeutung für die tatsächlich erbrachten Leistungen eines Schülers. Im Gegenteil leiden oftmals gerade äußerst begabte Kinder unter Versagensängsten, was durch die Last eines starren Schulalltags zu wirklichem Schulversagen führen kann. Probleme mit dem Selbstwertgefühl, die so hervorgerufen werden, können einen Teufelskreis aus Angst und weiterem Leistungsabfall erzeugen, der sich schlimmstenfalls fatal auf den gesamten Lebenslauf des Schülers auswirken kann.

 

Neben körperlichen Anzeichen wie Anfälligkeit für Krankheiten oder regelmäßigen migräneartigen Kopfschmerzen kann ein negatives Selbstbild, zu dem gerade Jugendliche ohnehin häufig neigen, auch Ursache für erhöhte Suchtgefährdung, destruktives Verhalten oder komplette Verweigerungshaltung sein. Mangelndes Verständnis in der Familie und fehlende Unterstützung können hierzu einen weiteren Anteil leisten. Im günstigsten Fall, wenn die schulischen Probleme rechtzeitig erkannt werden, kann ein Intelligenztest Aufschluss über das Leistungsvermögen eines Schülers geben und eine gezieltere Förderung von dessen persönlichen Potenzialen ermöglichen. Es steht jedoch zur Debatte, inwieweit das Schulsystem die Schuld an Problemen dieser Art trägt.

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